ART BY HEART  -  Artist Profile  -  Lillian Boutté

 

 

Als Lillian Boutté 1986 der Titel des „New Orleans Music Ambassadors“ verliehen wurde, war sie die zweite Jazzlegende in der Geschichte der Stadt, der diese Ehre zuteil wurde – der erste war kein Geringerer als Louis Armstrong.

Das musikalische Herz ihrer Heimatstadt den Ohren der Welt näherzubringen war immer schon die Passion der Sängerin, durch ihre einzigartige Stimme und ihre warmherzige Bühnenpräsenz gelingt es ihr wie keinem anderen, dem Publikum die Atmosphäre von New Orleans in Form von Jazz, Pop, Blues, Soul und Gospel nahezubringen.

Seit Anfang der achtziger Jahre ist sie fast non-stop auf Tour in den Konzertsälen, Clubs und auf Festivals in der ganzen Welt.

Musik war von Anfang an Lillian´s Leben, im Alter von 11 Jahren gewann sie bereits einen Sängerwettbewerb. Während ihres Musikstudiums an der Xavier-Universität New Orleans sang sie im Gospel-Chor, und wurde dann von Allen Toussaint als Sängerin für Produktionen mit James Booker, Patti Labelle, den Neville Brothers, Pointer Sisters und Dr. John engagiert.

Textfeld: Schon bald tourte sie als Schauspielerin, Sängerin und Tänzerin in dem Musical „One Mo´ Time“ 5 Jahre lang um die ganze Welt. Zu dieser Zeit spielte sie auch ihre ersten Schallplatten ein. Im Laufe ihrer Karriere spielte sie im preisgekrönten Stevenson-Pallifi-Dokumentarfilm „Piano Players Barely Play Together“ an der Seite von Professor Longhair, Allen Toussaint und Tuts Washington; in Alan Parker´s Film „Angel Heart“ war sie in einer Nebenrolle zu sehen und zusammen mit der Blueslegende Brownie McGee ist sie auf dem Soundtrack zu hören. In ihrer Heimat New Orleans sang sie bei der Tennessee-Williams-Gedenkfeier in der St.-Louis-Kathedrale ; die nordamerikanische Politprominenz durfte ihre Interpretation der Nationalhymne im Superdome erleben.

Sehr wichtig für Lillian Boutté ist ihre Freundschaft und Zusammenarbeit mit Größen wie James Booker, Henry Butler, Christian Willisohn, Denny Barker, Allen Toussaint und nicht zuletzt Dr. John, mit dem sie 1993 die CD „The Jazz Book“ und 1995 das Album „But...Beautiful“ produziert.

Lillian gibt Workshops auf der ganzen Welt, gerne wagt sie sich auch an große Projekte wie 1992, als sie in Zusammenarbeit mit der Stadt Gronau 45 Musiker aus New Orleans zusammenbringt und mit diesen gemeinsam unter dem Titel „Spirit of Louisiana“ auf Tour geht. 1993 und 1995 zeigt Lillian erneut ihr organisatorisches Talent und ihre Liebe zu den Menschen, als sie in Dänemark „Gospel United“ ins Leben ruft. Bis zu 3000 Jugendliche treten zusammen mit Lillian und ihrer New Orleans-Gospelgruppe bei mehreren Konzerten auf.

Lillian Boutté hat diese innere Kraft, die sie vorwärts treibt, und eine unglaubliche Originalität. Man braucht nur ihre Stimme zu hören, um sofort zu wissen, dass nur sie es sein kann, die da singt. Durch ihre einzigartige Ausstrahlung auf der Bühne kann sich keiner ihrem Charme entziehen, und ihr Publikum lässt sich jedes Mal wieder hingerissen von Lillian musikalisch in deren Heimatstadt New Orleans entführen.

 

 

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